Die Früherkennung ist der wichtigste Weg, bei einer Krebsdiagnose eine Therapie mit Aussicht auf Heilung zu erreichen. Dass das leider immer noch nicht der Alltag ist, belegt eine Populations-basierte Studie aus England. An zwölf ausgewählten soliden Krebserkrankungen, darunter auch das Kolonkarzinom, konnten die Autoren zeigen, das in Grossbritannien fast jede vierte Krebsdiagnose erst verzögert gestellt wird. Dieser eigentlich erschreckende Befund sollte Anlass sein, noch nachdrücklicher für Prävention und Früherkennung vor allem bei solchen Tumoren zu werben, die dafür zugänglich sind. Die Stiftung LebensBlicke sieht sich durch diese Mitteilung bestätigt, über das neue Darmkrebs-Screening intensiv zu informieren.
Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge
Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!
Dear international users,
LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!
Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke
Das „neue Darmkrebs-Screening“ erhält herben Dämpfer
Die Darmspiegelung ist eine effektive und sichere Methode zur Darmkrebsprävention. Sie ermöglicht, durch die frühzeitige Entfernung von potenziellen Tumorvorstufen Darmkrebs zu verhindern und frühe, heilbare Tumorstadien rechtzeitig zu erkennen. Nun soll durch eine Änderung der Gebührenordnung (EBM) zum 1. April 2020 das Honorar für eine Früherkennungs- und Abklärungs-Darmspiegelung um 9% gesenkt werden. Die willkürliche Abwertung dieser Leistung spricht für ein geringes Interesse der gesetzlichen Krankenkassen, an dem bisher so erfolgreichen Programm festzuhalten. Dieser Schritt konterkariert das neue Krebsfrüherkennungsregistergesetz KFRG, das seit Juli 2019 die Krankenkassen zur Einladung Ihrer Versicherten auffordert. Allen Anstrengungen der letzten Jahre, Darmkrebs aus der Liste der häufigsten Todesursachen in Deutschland eliminieren zu können, leistet dieser Schritt zusammen mit der völlig unverständlichen zusätzlichen Aussetzung der Dokumentation einen Bärendienst. Die Stiftung Lebensblicke unterstützt daher nachhaltig auch den Protest der niedergelassenen Gastroenterologen. „Leistungskürzungen sind der falsche Weg, weitere Fortschritte beim Darmkrebs-Screening zu erzielen“, so Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.
Traditionelle serratierte Adenome – Charakteristika
Traditionelle serratierte Adenome (TSA) sind selten; sie haben ein malignes Potential. Eine koreanische Arbeitsgruppe hat in ihrem Krankengut bei 31.192 Gesunden, die zur Vorsorge-Koloskopie gekommen waren, untersucht, wie häufig TSA sind, welche Risikofaktoren bestehen. Sie haben damit synchrone konventionelle Adenome verglichen. Ergebnis: TSA wurden in 0,4% und konventionelle Adenome in 34,1% diagnostiziert. Mögliche Risikofaktoren waren Alter über 50, Hochdruck und Rauchen. Die synchron vorkommenden Adenome zeigten in der Regel fortgeschrittenere Veränderungen im Vergleich zu Adenomen ohne synchrone TSA. Zukünftige Studien müssen klären, ob sich daraus neue Ansätze für die Überwacxhungsstrategie ergeben. (Gastrointest Endosc 2019; 90:636-646)
Konzert mit den „Schönen Mannheims“ am 29. März 2020 | abgesagt!
Schnell noch rechtzeitig zu Weihnachten Tickets sichern! Das bekannte Künstlerinnen-Quartett die „Schönen Mannheims“ gibt am 29. März 2020, um 18 Uhr ein Benefiz-Konzert zugunsten der Stiftung LebensBlicke im Julius-Hetterich-Saal in Ludwigshafen-Maudach. Tickets sind über reservix.de oder über alle bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. „Entfaltung“ – dieser Titel ist Programm. Die bislang persönlichste Show der „Schönen Mannheims“ besticht durch gnadenlose Ehrlichkeit und die Einsicht, ein Leben ohne Macken und Phobien ist möglich, aber sinnlos. Denn wer am Morgen zerknittert aufwacht, hat am Tag die besten Entfaltungsmöglichkeiten!
Bei Divertikulitis auch an Darmkrebs denken
In einer jüngst veröffentlichten Meta-Analyse von Jeremy Meyer et al. (Clin Gastroenterol Hepatol 2019) wurde das Risiko für Darmkrebs bei Patienten mit akuter Divertikulitis untersucht. In die Datensammlung wurden 31 Studien mit insgesamt 50.445 Patienten für die Auswertung einbezogen. Das Ergebnis überraschte: Generell war die Darmkrebs-Prävalenz bei Patienten mit einer akuten unkomplizierten Divertikulitis um 1,3 % erhöht, bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Divertikulitis lag die Rate sogar bei 7,9 %. Professor Layer vom Israelitischen Krankenhaus in Hamburg fasste die Konsequenzen dieser Studie auf dem Internisten-Update in Wiesbaden zusammen: Die Ergebnisse begründen die Empfehlung einer zeitnah durchzuführenden Darmspiegelung nach Abklingen der akuten Entzündung. Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass dieses Risiko bei kompliziertem Verlauf der Divertikulitis noch einmal deutlich gesteigert sei. Resümee von Professor Layer: „Hier ist die Nachsorge-Koloskopie obligat.“ Quelle: Ärzte Zeitung online vom 25.11.2019, Text: Dr. Hansjörg Meyer, Stiftung LebensBlicke.