„Das Oberlandesgericht Braunschweig hat den Erben einer Patientin, die an einem zu spät entdeckten Darmkrebs gestorben war, Schmerzensgeld zugesprochen. Die Patientin hatte zu Lebzeiten bei ihrem behandelnden Internisten über heftige Analblutungen geklagt. Trotz dieser massiven Beschwerden wurde keine Darmspiegelung durchgeführt, sondern lediglich die Diagnose Hämorrhoiden und eine Analfissur gestellt. Erst bei einem späteren Krankenhausaufenthalt kam durch eine Darmspiegelung dann das ganze Ausmaß der Erkrankung zu Tage. Das Gericht urteilte, dass der Verzicht auf die Darmspiegelung ‚in gravierender Weise gegen die Regeln der ärztlichen Kunst verstoßen‘ habe. Der Fall zeigt eindrücklich, dass nicht nur die Aufklärung der Patienten über die Bedeutung der Darmkrebsvorsorge wichtig ist, sondern dass auch die permanente Weiterbildung der Ärzte eine (lebens-) wichtige Forderung ist.“ (Meldung von Dr. H. Meyer)
Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge
Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!
Dear international users,
LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!
Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke
KID und Stiftung aktualisieren Darmkrebsseiten
Der Krebsinformationsdienst KID hat mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen mit der Stiftung LebensBlicke die Homepage der Stiftung zur Informationen über den Darmkrebs aktualisiert. Damit ist gewährleistet, dass die Informationen dem neuesten Stand entsprechen. „Wir sind Frau Dr. Weg-Remers, der Leiterin des KID, sehr dankbar, dass ihr Team uns diese besondere Expertise zur Verfügung gestellt hat“, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.
Darmkrebs-Präventionskampagne beeindruckt Menschen
Von A
bis Z: Von Alzey bis Zweibrücken ist die Darmkrebs-Präventionskampagne unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Malu Dreyer inzwischen durch Rheinland Pfalz gezogen. Sie wurde im Mai 2017 im Landtag von Rheinland-Pfalz gestartet (im Bild von links: der Leiter der Techniker Krankenkasse Rheinland-Pfalz Jörn Simon und Prof. Riemann vor dem Infomobil). Die Kampagne ist bisher durch 31 Städte und Landkreise getourt und hat sehr viele Menschen erreicht. Die Landeszentrale für Gesundheit und die Stiftung LebensBlicke als Hauptveranstalter sind außerordentlich beeindruckt von dem Erfolg. „Das veranlasst uns, diese Kampagne mit neuem Schwung und aktuellen Themen fortzuführen“, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Prof. Dr. Jürgen F. Riemann.
Festakt in Trier: Vorsorge zeigt deutliche Erfolge
Jedes Jahr erkranken in einer Stadt von der Größe Triers zwischen 50 und 60 Menschen neu an Dickdarmkrebs. Dass die Mehrzahl dieser Tumoren in einem frühen Stadium diagnostiziert werden kann und damit heilbar wird, ist auch ein Erfolg der Vorsorge. Dank dieser wurden bundesweit bereits mehr als 200.000 Krebserkrankungen verhindert, beziffert Professor Dr. med. Jürgen F. Riemann. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke war Festredner eines Symposiums aus Anlass des zehnjährigen Bestehens „Zertifiziertes Darmzentrum am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier“. Im Bild von links nach rechts: Prof. Dr. Detlef Ockert, Prof. Dr. Jürgen F. Riemann, Prof. Dr. Winfried A. Willinek (Ärztlicher Direktor des Brüderkrankenhauses), Prof. Dr. Christian Kölbel und Dr. Bernd Bretz. Foto: Brüderkrankenhaus Trier
Ballaststoffmangel: Klarer Einfluss auf Lebenserwartung
Es hieße, wieder Eulen nach Athen zu tragen: ein gesunder Lebensstil durch ausgewogene Ernährung und körperliche Bewegung ist in der Regel mit guter Gesundheit korreliert. Jeder weiß es, aber viele verdrängen es. In einer großen Metaanalyse zahlreicher Studien zum Zusammenhang zwischen Kohlenhydraten und kardiovaskulären Erkrankungen, Diabetes Typ II und Kolonkarzinom auf die Lebenserwartung haben Forscher herausgearbeitet, dass überwiegend faserarme, vor allem getreidearme Kohlenhydrate zu einem deutlichen Anstieg der genannten Erkrankungen mit konsekutivem Rückgang der Lebenswartung führen (Reynolds et al., Lancet 2019; 393:434-445). Daher einmal mehr der Aufruf: „Tu was für deine Gesundheit, ernähre und bewege dich angemessen!“