Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) ist nun seit 1. Juli in Kraft. Damit erfolgt ein Paradigmenwechsel weg vom opportunistischen Darmkrebsscreening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren. Das Besondere: Männer haben bereits mit 50 Jahren ein Anrecht auf eine Vorsorge-Darmspiegelung. Auch das KFRG löst die Probleme der öffentlichen Wahrnehmung nicht. Von daher wird die Stiftung LebensBlicke auch weiterhin das Ziel verfolgen, über Flyer, Veranstaltungen, Videoclips und über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken der Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

Dear international users
, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently our news are of great interest and value for you. The Foundation works on an honorary basis and is therefore reliant on donations. What about you?

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Prof. Layer und Giulia Enders: Darmkrebsvorsorge nützt!

Die Versicherung HUK Coburg hatte am 18.9.2019 zu einer bemerkenswerten Vortragsveranstaltung mit Professor Peter Layer, Hamburg und seiner Assistenzärztin, der Bestsellerautorin Giulia Enders (Darm mit Charme) eingeladen. Über 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren gekommen, um aus erster Hand über Darmgesundheit und Darmkrebsvorsorge informiert zu werden. Prof. Layer begann seinen Vortrag mit einem interessanten Vergleich: In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es eine aufgeregte öffentliche Diskussion über die Einführung der Anschnallpflicht im Auto. Die „Freiheit des Bürgers“ sei dadurch bedroht. Weiterlesen

Bewegungsdefizite! Mehr körperliche Aktivität tut Not!

Das Robert-Koch-Institut führt immer wieder telefonische Gesundheits-Surveys im Rahmen einer Datenerhebung zum Gesundheitszustand der in Deutschland lebenden Erwachsenen durch [GEDA (Gesundheit in Deutschland aktuell)]. Eine der letzten veröffentlichten Befragungen galt Bewegungsempfehlungen, die von vielen Gesundheitsorganisationen ausgesprochen werden. Sie offenbarte erschrecken Defizite: so erreichen nur ca. 42,6% der Frauen und 48,0% der Männer Zeiten von mindestens 2,5 Stunden zusätzlicher körperlicher Aktivität/Woche. Vor diesem Hintergrund sind alle Anstrengungen zur Bewegungsförderung im Sinne der Primärprävention nachdrücklich zu unterstützen (Finger et. al, Journal of Health Monitoring 2017 2 (2) DOI 10.17886/RKI-GBE-2017-027).

Alarmierend: Jüngere erkranken zunehmend an Darmkrebs

Was zu erwarten war, ist jetzt Gewissheit, wie eine aktuellen Studie der US-amerikanische Krebsgesellschaft bestätigt (Rebecca Siegel et.al.; GUT 2019; online 5.September). In vielen Ländern erkranken immer häufiger jüngere Erwachsene unter 50 Jahren an Darmkrebs. Die Forscher erfassten Daten aus 43 Ländern und verglichen die Inzidenz von Darmkrebs bei 20- bis 49-Jährigen sowie bei Personen über 50 Jahren. Bemerkenswert ist die Entwicklung innerhalb eines Jahrzehnts, die in der Studie für 36 Länder gezeigt werden konnte. In 14 Ländern blieb die Darmkrebsrate bei unter 50-Jährigen stabil, in drei Ländern ging sie zurück und in 19 Ländern stieg sie an. Trauriger Spitzenreiter ist Südkorea mit 12,9 Erkrankungen pro 100.000 unter 50-jährigen Einwohnern, Deutschland liegt mit 7,7 Erkrankten im oberen Mittelfeld. Neun von diesen 19 Ländern sind Staaten mit einem hohen Lebensstandard. Die Autoren diskutieren die Gründe für die Zunahme der Darmkrebsfälle bei jüngeren Erwachsenen. Weiterlesen

Die Stiftung trauert um Professor Dr. Meyer zum Büschenfelde

Mit Prof. Dr. Karl-Hermann Meyer zum Büschenfelde, der im Alter von 90 Jahren verstorben ist, verliert die klinisch-wissenschaftliche Welt einen national wie international hochgeschätzten Forscher und Arzt. Meyer zum Büschenfelde war ein führender Experte im Bereich Hepatologie und Immunologie; im Mittelpunkt standen dabei Autoimmunopathien, entzündliche Leber- und Darmerkrankungen, die Infektionsimmunpathogenese und Ansätze zur Tumorimmunologie. Er hatte u.a. den Lehrstuhl für Innere Medizin an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz inne und war Mitglied in vielen Fachgesellschaften,  u.a. Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die Gastroenterologische Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz-Saarland (GARPS) verdankt ihre Enstehung auch seinem großen Engagement. Prof. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke: “Karl Hermann Meyer zum Büschenfelde war ein langjähriger Freund und Förderer, auch der Stiftung LebensBlicke. Wir werden ihm ein dankbares und ehrendes Andenken bewahren.”

Einmalmaterialien müssen zusätzlich erstattet werden

Bei endoskopischen Untersuchungen wie der Magen- und Darmspiegelung kommen neben Endoskopen auch Instrumente wie Zangen, Schlingen, Clips und Nadeln zum Einsatz. Sie sind erforderlich, um Diagnosen zu sichern, Darmkrebsvorstufen zu entfernen oder entstandene Blutungen ambulant zu stillen. Bei der Kalkulation endoskopischer Leistungen sind Krankenkassen und kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) vor Jahrzehnten von wieder verwendbaren Instrumenten ausgegangen. Dieses Vorgehen ist heute vor allem aus hygienischen Gründen (= Patientenschutz) nicht mehr zu rechtfertigen. Weiterlesen

Projekt “Evidence-based Marketing–Darmkrebszentren”

Die bisherigen Erkenntnisse aus den Vermarktungs-Check-Ups sowie aus den bisherigen Maßnahmenumsetzungen legen nahe, dass eine Partizipation am Projekt für die zertifizierten Darmkrebszentren eine hohe Relevanz besitzt. Durch die Vermarktungs-Check-Ups können Verbesserungspotenziale für Vermarktungsaktivitäten identifiziert werden, die nach Einschätzung der Studienleiter die Marktstellung zertifizierter Darmkrebszentren, insbes. gegenüber nicht-zertifizierten Zentren, in den jeweiligen Versorgungsregionen deutlich verbessern können. Sie können sehr wahrscheinlich auch zu einer höheren Behandlungsquote von Darmkrebspatienten in zertifizierten Zentren führen. Diese Verbesserungspotenziale speisen sich u.a. aus Erkenntnissen und deren Relevanz für eine bessere Marktpositionierung, die in dem Zwischenbericht kommuniziert werden (Link zur Studie).

Resümee: Darmkrebsvorsorge-Aktion ein voller Erfolg

Seit Anfang 2019 läuft eine gemeinsame Öffentlichkeitskampagne zur Darmkrebsvorsorge der Stiftung LebensBlicke und der Magen-Darm-Ärzte (bng – Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen) in Deutschland. Ziel der “Aktion: Vorsorgetermin jetzt! ist es, ein Maximum an Aufmerksamkeit in der Bevölkerung zu erreichen, um die Darmkrebsvorsorge noch stärker in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. Zahlreiche Marketing-Aktivitäten sollen Bürgerinnen und Bürger auf das stets aktuelle Thema der Darmkrebsvorsorge aufmerksam machen. Die Aktion wird über verschiedene Kanäle Weiterlesen