Wissenschaftler des DKFZ haben jüngst in einer epidemiologischen Untersuchung herausgearbeitet, dass der Lebensstil nur zu etwa 50% die erhöhte Darmkrebshäufigkeit bei Männern gegenüber Frauen erklärt. Jetzt haben Forscher der TU München festgestellt, dass ein im Blut zirkulierendes Glykoprotein vom Typ TMP1, ein Inhibitor von Metalloproteinasen, ein deutlich erhöhtes Mortalitätsrisiko für Darmkrebs anzeigt. Metalloproteinasen spielen bei einer Reihe von Krebserkrankungen, so auch beim Darmkrebs eine entscheidende Rolle für Invasion, Progression und Metastasierung des Krebses. Mit dieser Entdeckung könnte nicht nur ein wichtiger Schritt in Richtung einer risikoadaptierten Darmkrebsfrüherkennung für Männer gefunden worden sein, sondern auch die Möglichkeit, rechtzeitig eine zielgerichtete Therapie einleiten zu können. Hermann CD, Schoeps B, Eckfeld Celina et al. J Exp Med (2021) 218 (11): e20210911.
Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge
Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!
Dear international users,
LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!
Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke
Über 100 Interessierte beim WebSeminar der Stiftung
Die Stiftung LebensBlicke hat am 10. November 2021 gemeinsam mit dem Klinikum Hanau, dem bng und der DEGEA ein WebSeminar zum Thema „Hygiene in der Endoskopie – Aktuelles und Neues“ organisiert. Das Online-Seminar, an dem genau 100 Interessierte teilnahmen, richtete sich in erster Linie an Ärzte und medizinische Fachangestellte. Als Referenten waren dabei: Dr. Markus Dreck („Das Endoskop als Infektionsquelle“), Prof. Michael Jung („Multiresistente Erreger“), Petra Labonte („Geräteaufbereitung und Hygienemanagement in der Endoskopie“), Ulrike Beilenhoff („Wo stehen wir im europäischen Vergleich?“) und PD Dr. Axel Eickhoff („Zukünftige Entwicklungen“). Das WebSeminar, welches mit drei Fortbildungspunkten zertifiziert war, wurde freundlicherweise unterstützt von Ambu GmbH, Boston Scientific, Pentax Medical und Dr. Weigert Hygiene. Hier gehts zur Agenda. Interessierte Teilnehmer können die PPT-Präsentationen auf Wunsch anfordern unter stiftung@lebensblicke.de.
Interview beim GASTRO Talk an Bord
Anlässlich des „Gastro Talk an Bord“ interviewte Professor Dr. Pohl von der Asklepios Klinik Hamburg den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung LebensBlicke Professor Dr. Jürgen F. Riemann zum Thema „Leuchtturmprojekt Darmkrebsvorsorge“. Dabei ging es um die Anfänge der Darmkrebsprävention, die Weiterentwicklungen, den Einfluss der Stiftung LebensBlicke auf diese Entwicklungen und um aktuelle Zahlen als Ergebnis der Bemühungen. Das Interview im Rahmen des „Gastro Talk an Bord“ wurde aufgezeichnet und wurde am 10.11. um 18 Uhr ausgestrahlt. Die Teilnahme war kostenfrei und mit drei Fortbildungspunkten zertifiziert.
Professorin Ines Gockel neu dem Stiftungsvorstand kooptiert
Der Vorstand der Stiftung LebensBlicke hat auf seiner jüngsten Sitzung Frau Univ.-Professorin Dr. Ines Gockel (Leipzig) dem Gremium kooptiert. Frau Prof. Gockel ist Lehrstuhlinhaberin (W3-Professur) und Leiterin der Viszeralchirurgie der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Leipzig. Sie setzt sich schon seit Jahren auch für die Darmkrebsprävention ein und unterstützt nachhaltig das Anliegen der Stiftung. „Es ist eine große Ehre für mich und ich möchte mich gern maximal in die Aktivitäten der Stiftung einbringen und zum Erfolg der Projekte beitragen“, so Prof. Ines Gockel.
Preis für Krebspräventionsforschung an Professor H. Brenner
Professor Dr. Hermann Brenner, Leiter der Abteilung für Klinische Epidemiologie und Alternsforschung am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, ist mit dem ersten Deutschen Preis für Krebspräventionsforschung ausgezeichnet worden. Damit wird seine herausragende Bedeutung als einer der weltweit führenden Epidemiologen in ganz besonderer Weise gewürdigt. Hermann Brenner hat in vielen Studien zeigen können, dass die Darmspiegelung ein hocheffektives Vorsorgeinstrument ist, dass mit Hilfe einer Risikoanalyse eine elegante risikoadaptierte Früherkennung möglich ist und dass mit der Digitalisierung bei der Einladung zur Vorsorge eine wirksame Steigerung der noch immer begrenzten Teilnahmequoten erreicht werden kann. „Wir gratulieren herzlich und freuen uns, dass wir mit Hermann Brenner einen so bedeutenden Wissenschaftler im Kuratorium der Stiftung LebensBlicke haben, mit dem wir schon seit vielen Jahren hervorragend zusammenarbeiten“, so Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. © Jung/DKFZ