Das Krebsrisiko bei Diabetikern ist vor allem beim Typ-2-Diabetes erhöht. Die Hyperinsulinämie gilt als ein wichtiger Risikofaktor. In einer Kohorten-Studie haben Wissenschaftler herausgefunden, dass das Krebsrisiko auch bei Typ-1-Diabetikern dann steigt, wenn die erforderlichen Insulindosen z. B. durch Übergewicht und Bewegungsmangel hoch sind. „Der Lebensstil hat einen enormen Einfluss auf das Krebsrisiko auch des Typ-1-Diabetikers; dieses Ergebnis sollte fest zum Beratungsplan gehören“, kommentiert Prof. Dr. J. F. Riemann von der Stiftung LebensBlicke (Thong W, Mao Y: Daily insulin dose and cancer risk among patients with type 1 diabetes. JAMA Oncol 2022; 8:156-1358).
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Pilz-Signaturen als Biomarker für den Darmkrebs
Pilze sind ein wesentlicher Bestandteil der Darm-Mikrobiota. Ihre Rolle bei der Entwicklung des kolorektalen Karzinoms (KRK) ist unklar. Chinesische Wissenschaftler haben auf der Basis einer Multikohorten-Analyse des fäkalen Metagenoms herausgefunden, dass bestimmte Pilz-Signaturen überzufällig häufig beim KRK identifiziert werden konnten, darunter ganz besonders der Pilz Aspergillus rambellii. Diese KRK-Signaturpilze könnten sich als zusätzliche nicht-invasive Biomarker für die Diagnostik des KRK eignen, so die Autoren. (Lin Y, Lau HC, Liu Y et al. Altered Mycobiota Signatures and Enriched Pathogenic Aspergillus rambellii are associated with Colorectal Cancer Based on Multicohort Fecal Metagenomic Analyses. Gastroenterology 2022;163:908-931)
Darmkrebsvorsorge muss für Menschen einfacher werden!
Der Vorsitzende der Deutschen Krebsgesellschaft DKG, Professor Dr. Thomas Seufferlein, hat in einem Interview noch einmal darauf hingewiesen, dass der Zugang zur Darmkrebsvorsorge niedrigschwellig sein muss, wenn sie erfolgreicher werden will. „Herr Seufferlein unterstreicht damit erneut und nachdrücklich die Forderungen der Stiftung LebensBlicke, die sie zuletzt in einem Positionspapier nach ihrem Experten Workshop in ähnlicher Form erhoben hat. Steter Tropfen höhlt den Stein!“, so Professor Dr. J. F. Riemann von der Stiftung LebensBlicke.
CBM – über 100 Jahre Hilfe für behinderte Menschen
Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den ältesten und erfahrensten Organisationen für inklusive Entwicklungszusammenarbeit aus Deutschland. Sie unterstützt Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt – und das seit mehr als 110 Jahren. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnern sorgt sie dafür, dass sich das Leben von Menschen mit Behinderungen grundlegend und dauerhaft verbessert. Ihr Ziel ist es, den Kreislauf von Armut und Behinderung dauerhaft zu durchbrechen und eine inklusive Welt zu schaffen, in der Menschen mit und ohne Behinderungen ihre Fähigkeiten einbringen können und niemand zurückgelassen wird. Sie leistet medizinische Hilfe und setzt sich für gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ein. CBM freut sich über Spenden, insbesondere jetzt zur Weihnachtszeit. Bereits kleine Beträge erzielen eine große Wirkung. „Die Stiftung LebensBlicke unterstützt CBM nachdrücklich! CBM greift Menschen unter die Arme, die eine solche Hilfe besonders benötigen“, kommentiert Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.
Memorandum zur Gesundheitskompetenz der Bevölkerung
Die Stiftung LebensBlicke hat kürzlich gemeinsam mit der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH ein WebSeminar durchgeführt zum Thema „Gesundheitskompetenz der Bevölkerung muss gestärkt werden!“. Das spannende und gut besuchte Online-Seminar mit interessanten Vorträgen richtete sich an Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen, Pflegepersonal, Patientinnen und Patienten und deren Angehörige sowie an alle Interessierte. Die Referentinnen und Referenten haben dazu jetzt ein Memorandum erstellt, das hier zu lesen ist. „Wir wollen als Kerngruppe eine gesundheitspolitische Diskussion mit Entscheidern im Gesundheitswesen anstoßen. Gesundheits-/Lebenskompetenz ist ein hohes Gut, dessen adäquate Vermittlung nicht an mangelndem Interesse, an Geld und Personal scheitern darf!“, so Professor J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Die Veranstaltung wurde freundlicherweise unterstützt von Norgine GmbH. Sie fand statt in Kooperation mit der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, den Magen-Darm-Ärzten und der BARMER.